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descriptionHustender Mann
An Asthma leiden weltweit 300 Millionen Menschen – Tendenz steigend. Bei den Betroffenen ist die Schleimhaut der Atemwege chronisch entzündet.
descriptionMädchen hustet
Die Symptome von Asthma bronchiale sind: schwere Atmung, Husten und Atemgeräusche. Treten die Symptome anfallartig auf, gilt es Ruhe zu bewahren.
descriptionStethoskop
Für die Diagnose von Asthma bronchiale stellen zu können, hört der Arzt die Lunge ab, prüft die Lungenfunktion und die Geschwindigkeit des Luftstroms beim Ausatmen.
descriptionFrau nimmt Tablette
Medikamente halten bei Asthma die Entzündung der Bronchien in Schach. Außerdem wirken sie schnell und zuverlässig beim Asthmaanfall.
descriptionFrau beim Yoga
Wie können Asthmaanfälle reduziert werden? Als wichtige Regel gilt, Allergene zu meiden. Rauchen ist tabu. Und Enstpannungsübungen sind empfehlenswert.
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So stellt der Arzt die Diagnose Asthma bronchiale

Die Symptome von Asthma bronchiale – schwere Atmung, Husten und Atemgeräusche – äußern sich auch bei anderen Erkrankungen der Atemwege. Um die richtige Diagnose stellen zu können, hört der Arzt deshalb die Lunge ab, prüft die Lungenfunktion und misst mithilfe eines Peak-Flow-Meters die Geschwindigkeit des Luftstroms beim Ausatmen.

Im Überblick



Mit dem Stethoskop hört der Arzt Lungengeräusche

Am Anfang der Asthmadiagnostik steht eine gezielte Befragung des Patienten durch den Arzt. Dazu gehören Fragen nach Zeitpunkt, Dauer, Art und Häufigkeit der Beschwerden. Außerdem muss der Arzt wissen, ob die Beschwerden immer in einer bestimmten Situation wie beim Sport, am Arbeitsplatz oder während einer Erkältung auftreten, wodurch sie sich bessern, und ob die Atemnot anfallsartig auftritt. Von Interesse ist zudem, ob es in der Familie Asthmatiker oder Allergiker gibt und welche weiteren Erkrankungen der Patient hat oder hatte. Danach folgt eine gründliche körperliche Untersuchung. Mit dem Stethoskop hört der Arzt, ob beim Atmen Lungengeräusche entstehen, weil die Bronchien verengt sind.
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Um die endgültige Diagnose Asthma stellen zu können, müssen sich spezielle Untersuchungen wie die Lungenfunktionsprüfung anschließen. Dazu überweist der Hausarzt den Patienten oft an einen Spezialisten für Lungenkrankheiten, den Pulmologen. Besteht der Verdacht auf allergisches Asthma, lässt sich mithilfe von Haut- und Labortests bestimmen, worauf der Patient allergisch reagiert.
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Lungenfunktion auf dem Prüfstand

Asthmatiker haben Probleme mit der Atmung. Um geeignete Medikamente auswählen zu können, muss der Arzt wissen, wie leistungsfähig die Lunge des Patienten ist. Dazu dienen die verschiedenen Möglichkeiten der Lungenfunktionsprüfung. Bei Verdacht auf Asthma wird der Hausarzt zunächst eine Spirometriedurchführen. Dabei atmet der Patient nach tiefer Einatmung entweder kurz und kräftig oder so lange wie möglich in das Mundstück des Spirometers aus. Das Gerät kann folgende Werte messen:
  • Vitalkapazität (VK)
    Das ist die Luftmenge, die die Lunge maximal fassen kann. Zur Messung atmet der Patient nach maximaler Einatmung einmal maximal aus. Kinder werden aufgefordert, mit einem Luftstoß einen Luftballon aufzublasen. Die Vitalkapazität eines Gesunden liegt bei zirka viereinhalb bis sechs Liter.
  • Einsekundenkapazität (FEV1)
    Hier wird gemessen, wie viel Luft nach tiefer Einatmung in der ersten Sekunde maximal ausgeatmet werden kann. Untersucht der Arzt ein Kind, wird er es bitten, alle Kerzen auf der Geburtstagstorte gleichzeitig auszublasen. Ein gesunder Mensch kann während einer Sekunde 75 Prozent seiner Vitalkapazität ausatmen. Der Wert liegt bei Asthmatikern meist darunter, kann aber auch normal sein, wenn gerade keine Beschwerden vorliegen.

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Eine weitere Möglichkeit, die Lungenfunktion zu untersuchen, ist die sogenannte Ganzkörperplethysmografie. Dabei misst der Lungenspezialist den Widerstand, den verengte Bronchien und eine entzündete Schleimhaut dem Luftstrom entgegensetzen und die Gesamtlungenkapazität. Zur Messung sitzt der Patient in einer Glaskabine und atmet gleichmäßig in ein Rohr ein und aus. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Bei Patienten mit Asthma ist der Atemwegswiderstand typischerweise erhöht.
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Peak-Flow-Messung ist Standard

Eine weitere wichtige Untersuchungsmethode ist die Peak-Flow-Messung. Der Begriff ‚Peak-Flow’ kommt aus dem Englischen und bedeutet ‚Spitzenstrom’. Dabei wird die Geschwindigkeit des Luftstroms beim Ausatmen gemessen. Ein Peak-Flow-Meterist ein kleines, handliches Gerät, das jeder Asthmatiker zu Hause haben und damit seine Atmung regelmäßig messen sollte. Durch das tägliche Messen unter gleichen Bedingungen lernt der Patient, die Leistungsfähigkeit seiner Lunge selbst zu beurteilen. Die Messwerte trägt er zusammen mit den Daten der Medikamenteneinnahme in ein Protokoll ein. Bald kann der Betroffene recht gut einschätzen, ob seine Medikamente ausreichen, um ihn vor Asthmaanfällen zu schützen. Auch die Wirkung neuer Medikamente lässt sich so zu Hause kontrollieren.
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Patient wird mit Stethoskop abgehört
© Shutterstock
Typische Pfeifgeräusche: Bei der Diagnose hört der Arzt mit dem Stethoskop nach Lungengeräuschen beim Atmen – beispielsweise Brummen, Pfeifen oder Giemen.
Grafik: Lunge im Brustkorb
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Lungenleistung: Bei der Lungenfunktionsprüfung misst der Arzt sowohl die maximale Luftmenge, die die Lunge fassen kann, als auch die Menge, die der Patient in einer Sekunde maximal ausatmen kann.